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Das Wohnmobil

Wir stellen vor: Rancherita

Ein Toyota Hilux 4×4 mit einer über 20 Jahre alten Wohnkabine obendrauf, eingerichtet für ein autarkes Leben: warum wir uns für dieses Wohnmobil entschieden haben, um abseits des Asphalts zu reisen.

2 Min. Lesezeit

Rancherita auf einer Strasse zwischen kargen Bergen in Marokko

Rancherita ist kein gewöhnliches Wohnmobil. Vor allem ist sie unser Zuhause und unsere treue Reisebegleiterin.

Technisch gesehen ist sie ein Toyota Hilux mit Allradantrieb, Differenzialsperre und Untersetzung – die uns schon aus mancher brenzligen Lage geholfen haben. Sie hat ein höhergelegtes Fahrwerk und einen Kompressor, mit dem wir überall – und vor allem nach Fahrten im Sand – die 5,5 bar wieder in die Hinterreifen bringen, die sie brauchen.

Die Kabine, über 20 Jahre alt und auf der Ladefläche aufgesetzt, wurde so umgebaut, dass wir autark und unabhängig reisen können. Zwei Solarpanels und eine Lithiumbatterie liefern den Strom, den wir brauchen: Licht, USB-Ladestrom für alle elektronischen Geräte und vor allem einen Kühlschrank, der auch bei extremen Temperaturen problemlos läuft. Die Trockentoilette spart nicht nur Wasser, sie ist auch viel ökologischer als eine Chemietoilette.

Die Dieselheizung brauchen wir kaum, denn wir versuchen immer so zu übernachten, dass am Morgen die Sonne die Kabine wärmt. Aber wenn es nicht anders geht, etwa im Atlas oder in der Wüste, wo die Morgen bitterkalt sein können, sparen wir damit Gas – und das kann bei den vielen verschiedenen Systemen von Land zu Land zum Problem werden.

Warum ein Pick-up mit Kabine

Um weiterfahren zu können, wo der Asphalt endet, aber auch um aus einer misslichen Lage herauszukommen, wenn Umkehren nicht mehr möglich ist. Der Hilux bietet uns, was wir gesucht haben:

  • Allradantrieb und Untersetzung, für ausgewaschene Steigungen und sandige Abschnitte.
  • Bodenfreiheit.
  • Eine Mechanik, die man auf halber Welt kennt: In Marokko oder Albanien hat jede Dorfwerkstatt schon einen Hilux gesehen. Wobei wir ehrlich sagen müssen: Weil unser Modell neu ist, hat uns das nicht immer geholfen.
  • Eine überschaubare Grösse, die durch Dorfgassen und über Wege zwischen Steinmauern passt.

Warum diese Kabine

Die Kabine ist abnehmbar, der Pick-up bleibt also ein Pick-up … wobei wir sie, ehrlich gesagt, erst ein einziges Mal abgenommen haben. Zugeben müssen wir auch, dass uns ihre Höhe und ihr Gewicht schon in die eine oder andere Klemme gebracht oder, besser gesagt, etwas eingeschränkt haben.

Was wir am meisten schätzen:

  • Das Bett über der Fahrerkabine, das den übrigen Raum frei lässt und uns das tägliche Auf- und Abbauen erspart.
  • Alles an Bord: ein 80-Liter-Wassertank, eine Küche … und sogar eine Dusche! Alles, was es braucht, um dort anzuhalten, wo es uns gefällt, nicht dort, wo man uns lässt.

Allerdings ist das Wasser begrenzt und will sehr bewusst genutzt werden. Gerade das macht das Reisen noch spannender, denn man lernt, das anders zu schätzen, was im Alltag selbstverständlich ist.

Der schönste Übernachtungsplatz liegt meist am Ende einer Piste, auf der seit Tagen niemand mehr gefahren ist.

Was noch kommt

In diesem Blog erzählen wir von unseren Routen, den Orten, an denen wir übernachtet haben, den Menschen, die uns zu einem Tee oder frisch gebackenem Brot eingeladen haben, und von allem, was wir (oft auf die harte Tour) über diese Art zu reisen gelernt haben.

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  • #4x4